TIA – This is Africa

Jetzt bin ich schon ueber eine Woche hier in Sierra Leone und sitze das erste mal an einem Rechner mit einigermassen akzeptabler Internet-Verbindung –  TIA. „Das ist Afrika“ hoert man hier staendig wenn mal wieder nix geht.

 Map of Sierra Leone

Die ersten Tage habe ich in Freetown und Umgebung verbracht.  Die Stadt ist wunderschoen am Atlantik gelegen, eingebettet in die umgebenden Huegel an deren Haenge sich Wellblechhuetten oder imposante Herrenhaeuser schmiegen, je nach Viertel. Wir wohnen in Hill Station, einem der besseren Wohngebiete hoch ueber Downtown.  Von hieraus faehrt man mit dem Taxi im Leerlauf in die Innenstadt. Was auffaellt ist die massive Werbung der Telekom-Unternehmen. Diese Streichen den Leuten ihre Huetten neu, in den Farben der jeweiligen Gesellschaft und so erstrahlen viele an sich armseelige Huettchen im Orange von AfriCell oder im Neon-violett und gruen von Zain, den dominierenden Farben Sierra Leones.

Das Highlight des Landes sind die traumhaften Straende die insbesondere die Kuesten der Freetown-Halbinsel saeumen:

Hamilton Beach

Auf dem Bild kann man auch die Landesflagge erkennen. Gruen fuer den Dschungel, weiss fuer den Sandstrand und blau fuer den Ozean.

Es ist allerdings nicht ganz einfach zu den Straenden zu gelangen, da die Strassen in einem miserablen Zustand sind. Alle paar hundert Meter kommt man an Schranken Marke Eigenbau, die von Jugendlichen errichtet wurden, welche Geld fuer die Reparatur der Fahrbahn verlangen. Gegeben haben wir denen aber nie etwas, da erst wenn sich ein Auto naehert einer aufspringt um mit der einzigen Schaufel etwas Sand in ein Schlagloch schippen. Anschliessend stehen dann 5 Jungs um den Wagen und warten auf Belohnung um dann nach kurzer Zeit resigniert die Schranke zu heben. Daran sieht man mal wieder dass die Verkehrsinfrastruktur in private Hand gehoert und der Staat sich raushalten sollte.    

Am Neujahrstag pilgern die Buerger von Freetown traditionell zu den Straenden vor der Stadt um dort mit der Familie zu feiern. Wir haben uns angeschlossen und fuer den Rueckweg von ca. 25 km 3 Stunden gebraucht, weil wir im Stau standen. „When everybody follows tradition the result will be a traffic jam“ ist mir dazu nur eingefallen.

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